Zu diesem sehr ausführlichen Bericht erlaube ich mir einen Leserbrief an die Augsburger Allgemeine.
Die hier geschilderte Situation ist wohl nicht ganz neu – die Probleme rund um Kuhhaltung und Weidegang gibt es grundsätzlich schon länger. Zutreffend ist aber, dass sie im Jahr 2026 in besonderem Maße mit politischen Mitteln und Bürokratie verbunden sind. Nur über das Biosiegel lässt sich derzeit ein etwas höherer Milchpreis erzielen. Da helfen auch Änderungsanträge von Politikern im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel wenig – denn wenn der Regen ausbleibt, nützt die ganze Bürokratie nichts.
Das erinnert mich an die Jahre 1946/47: Damals gab es weder ein EU-Parlament noch grüne Ideologie – teilweise bestimmte noch die Militärregierung das Geschehen in Deutschland. Aber auch damals fehlte der Regen, nur nicht im Allgäu – ganz ähnlich wie jetzt, im Jahr 2026.
Damals bettelten viele Flüchtlinge, möglichst ohne Bezugscheine, bei den Bauern um Milch, Butter, Käse, Rauchfleisch, Kartoffeln, Mehl und Brot – der Begriff „Bio“ war noch unbekannt.
Ab dem 30. Juni 1946 und 1947 brauchte man weder Sense noch Mähmaschine, denn es war trocken und heiß. Viele Bauern wollten oder mussten ihren Viehbestand verringern, doch die Metzger konnten die angebotenen Mengen gar nicht abnehmen. Die Tiere wurden mit Stroh statt mit Gras gefüttert, und das wenige Heu musste gespart und für den Winter eingeteilt werden.
Weidebetrieb war nur sehr eingeschränkt möglich – allenfalls in den Wäldern und an Wegrändern fand mancher „Kuhhüter“ noch ein wenig echtes Gras für seine hungrigen Tiere.
Damals sahen viele Bauern die Ursache im gerade zu Ende gegangenen Krieg – in der Zerstörung durch Kriegswaffen und die massenhaften Bombardierungen der Städte.
Im Jahr 2026 sind es nun Meteorologen, die Grünen und die Klimakrise – beziehungsweise der angeblich von der Menschheit selbst verschuldete Klimawandel – die als Ursache gelten!?
Josef Butzmann
01762 4225334
Leserbrief zu „Bei Alfred Bigelmaier grast das Jungvieh auf der Wiese, die Kühe stehen im Stall. Doch seit einer neuen EU-Verordnung fürchtet der Landwirt um seine Existenz – wie Hunderte Bauern in Bayern“
Zu diesem sehr ausführlichen Bericht erlaube ich mir einen Leserbrief an die Augsburger Allgemeine.
Die hier geschilderte Situation ist wohl nicht ganz neu – die Probleme rund um Kuhhaltung und Weidegang gibt es grundsätzlich schon länger. Zutreffend ist aber, dass sie im Jahr 2026 in besonderem Maße mit politischen Mitteln und Bürokratie verbunden sind. Nur über das Biosiegel lässt sich derzeit ein etwas höherer Milchpreis erzielen. Da helfen auch Änderungsanträge von Politikern im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel wenig – denn wenn der Regen ausbleibt, nützt die ganze Bürokratie nichts.
Das erinnert mich an die Jahre 1946/47: Damals gab es weder ein EU-Parlament noch grüne Ideologie – teilweise bestimmte noch die Militärregierung das Geschehen in Deutschland. Aber auch damals fehlte der Regen, nur nicht im Allgäu – ganz ähnlich wie jetzt, im Jahr 2026.
Damals bettelten viele Flüchtlinge, möglichst ohne Bezugscheine, bei den Bauern um Milch, Butter, Käse, Rauchfleisch, Kartoffeln, Mehl und Brot – der Begriff „Bio“ war noch unbekannt.
Ab dem 30. Juni 1946 und 1947 brauchte man weder Sense noch Mähmaschine, denn es war trocken und heiß. Viele Bauern wollten oder mussten ihren Viehbestand verringern, doch die Metzger konnten die angebotenen Mengen gar nicht abnehmen. Die Tiere wurden mit Stroh statt mit Gras gefüttert, und das wenige Heu musste gespart und für den Winter eingeteilt werden.
Weidebetrieb war nur sehr eingeschränkt möglich – allenfalls in den Wäldern und an Wegrändern fand mancher „Kuhhüter“ noch ein wenig echtes Gras für seine hungrigen Tiere.
Damals sahen viele Bauern die Ursache im gerade zu Ende gegangenen Krieg – in der Zerstörung durch Kriegswaffen und die massenhaften Bombardierungen der Städte.
Im Jahr 2026 sind es nun Meteorologen, die Grünen und die Klimakrise – beziehungsweise der angeblich von der Menschheit selbst verschuldete Klimawandel – die als Ursache gelten!?
Josef Butzmann
