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Nach nun über 12 Jahren Diskussionen um Fehlentscheidungen sei hiermit erinnert an den Bericht der Südwest Presse vom 28.1.2015:

„Geplant ist das neue Gewerbegebiet im Feldtörle – Areal zwischen der Bahnlinie nach Senden im Norden und dem A7-Zubringer im Süden. Die Planer gehen davon aus, dass die Erschließung des Gebiets Millionen Euro verschlingt. Grund: Das Feldtörle ist altlastenverseucht. Im Zweiten Weltkrieg befanden sich dort große Tanklager der Wehrmacht. 1944 und 1945 warfen US-Kampfflugzeuge hunderte Sprengbomben über dem Gebiet ab. Nach dem Krieg wurden die vielen Bombentrichter mit Schlacke, Hausmüll und Bauschutt aufgefüllt. Ob sich in dem Boden noch Blindgänger befinden und wie viele Munitionsreste und Gifte der Alu-Schlacken, ist völlig unklar. ‚Was die Kampfmittelbeseitigung betrifft, lassen sich noch keine exakten Angaben machen‘, bestätigt Stefan Steinbacher vom gleichnamigen Planungsbüro. Der Boden muss aufgeschüttet, das gesamte Gelände um einen Meter erhöht werden, um den Abfluss des Abwassers in das Rückhaltebecken im angrenzenden Industriegebiet Eschach zu gewährleisten. Darauf besteht das Wasserwirtschaftsamt. Deren Experten sagen: Das Regenwasser muss aus dem Feldtörle abgeleitet werden. Es darf nicht im Boden versickern, weil sich dort belastetes Material befindet.“

Damals gingen diese Planer schon davon aus, dass die Erschließung 140 € pro Quadratmeter verschlingen wird – das würde wohl 11.480.000 € betragen. Dazu hätte man im Grunde für das gesamte Grundstück keinen Erlös – nur noch ein Fass ohne Boden geschaffen.

Fazit: Keinem einzigen Stadtrat oder inzwischen eingewechselten Verantwortlichen ist bisher die Idee gereift, dass man innerhalb der Grenzen der Stadt vielen Grundstückseigentümern ein Angebot unterbreiten könnte, um eine großzügige Erweiterung des Gewerbegebiets ohne Risiko zu verfolgen.

Bei der Gemeinde Nersingen oder Vöhringen kann für erschlossene Grundstücke unter Umständen mit einem Bodenrichtwert von 100 €/m² (je nach Lage oder noch billiger) kalkuliert werden.

Leserbrief zu NUZ -Bebauungsplan Feldtörle Weissenhorn vom 5. Oktober 2026

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